Land ist fruchtbar, Gold ist furchtbar.
...die Aufschrift des Transparents bringt's auf den Punkt. Am 1. Dezember protestierten über 50 Aktivist*innen vor der rumänischen Botschaft in Wien gegen den Bau der größten Goldmine Europas. In ganz Europa fanden Aktionen gegen den Gold-Tagebau in Rosia Montana, Rumänien statt.
Wir bewachen unsere Häuser.
Landlose Bäuerinnen und Landreformprozesse in den Chars von Bangladesch.
Im vorkolonialen Bengalen war es durchaus üblich, dass Raiyats (Kleinbäuer*innen) von einem Jahr bis zum nächsten nicht die gleichen Felder bewirtschafteten. Vieles änderte sich, als die Britische Ostindien-Kompanie im Jahr 1765 mit der Annahme der Diwani (das Recht, Steuern zu erheben und die zivile Gerichtsbarkeit auszuüben) zum Machtträger in Bengalen wurde.
Die Selbstverwaltung lebe hoch!
Der serbische Staat privatisiert(e) Staatsbetriebe ohne Augenzwinkern. Die Nachteile, die sich dabei für die Volkswirtschaft und die Arbeiter*innenrechte ergeben, werden ignoriert. Serbische Arbeiter sprachen daher am Samstag, den 19. November, über Selbstverwaltung als alternatives Firmenmodell.
China: Arbeiterrechte oder “Konkurrenz über alles”?
Ob Ost, ob West, überall eine "verfahrene Situation". Die Tagung "Workers Struggles" im Wiener Renner Institut schloss mit kritischen Analysen zur Lage.
Aussichten auf einen „Frühling der chinesischen Arbeiterschaft”?
Aufstände der Arbeiterschaft und Streiks nehmen in China seit Jahren zu. Die Konferenz „Workers Struggles – From East to West“ in Wien widmete sich in einer Bestandsaufnahme der Situation.
Grundeinkommen als Baustein emanzipatorischer Sozialpolitik.
Im Rahmen der 4. Internationalen Woche des Grundeinkommens unterhielten sich am 21.9.2011 Aktivist*innen aus Deutschland, Italien, der Schweiz und Österreich über das emanzipatorische Potenzial des Bedingungslosen Grundeinkommens. Auch über den Status quo der Diskussion in den Nachbarländern wurde informiert.
Biolandwirtschaft = Bäuerliche Landwirtschaft?
Auf den ersten Blick scheint ja meistens alles klar zu sein. Natürlich ist Biolandwirtschaft bäuerliche Landwirtschaft. Was soll also das Fragezeichen im Titel?
Gleiche Rechte am Bauernhof?!
„Es ist unsere unermüdliche Aufgabe, von Grund auf an einem Gesellschaftsmodell zu arbeiten, in dem alle Menschen, Männer und Frauen, jegliche Gewalt in allen Formen überwinden: ökonomische, soziale, physische, psychische, sexuelle und ökologische Gewalt. Wir müssen sicherstellen, dass unser Modell KEINE Toleranz gegenüber Gewalt zeigt.“
Aktionstag - 1 Jahr Mindestsicherung.
Am 15. September reflektierten Betroffene lautstark über 1 Jahr Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS). Protestierende Aktivist*innen informierten an Wiens belebten Plätzen, vor Sozialzentren und AMS über BMS-Hürden und Barrieren. Vor der MA 40 Zentrale (Soziales) errichteten sie öffentlichkeitswirksam eine "Mindestsicherungs-Barriere" in Mauerform.
Der Preis der falschen Spielregeln
Die globale Ernährungskrise von 2007/08 war von explodierenden Nahrungsmittelpreisen ebenso gekennzeichnet, wie von unzähligen Hungerrevolten weltweit. Die seit langem währende Enteignung und Vertreibung von ländlichen Armen wurde durch eine neue Welle des Landraubs und der Ausweitung von Flächen für Agrofuels weiter verschärft. Dazu kam ein Boom der Spekulation mit Agrarrohstoffen. Der Hunger stieg über die Milliardengrenze. Damit erweist sich einmal mehr, dass das dominante Agrarmodell nicht in der Lage ist, Armut und Hunger zu reduzieren, geschweige denn zu beseitigen.
Grüne Sommerakademie 2011 in Goldegg, Salzburg
Das Leitthema der diesjährigen Sommerakademie von 25. - 28. August war "Ein gutes Leben! Für alle?" und bot Bildungs- und Erlebnisraum für Vorträge, Diskussionen und Workshops. Der Schwerpunkt des inhaltlichen Teils lag im Bereich der ökosozialen Politik und Wirtschaft, inklusive der Vorstellung eines alternativen Wirtschaftsmodells, während sich die Praxisbeispiele auf die vier Bereiche Ernährung, Kleidung, Wohnen und Arbeiten konzentrierten.
Eine europäische Bewegung für Ernährungssouveränität
Von 16. bis 21. August fand in Krems an der Donau, Niederösterreich, das Nyéléni-Europe Forum statt, ein Meilenstein für die europäische Bewegung für Ernährungssouveränität.
Super Markt?
Warum Supermärkte nicht so super sind, wie sie heißen.
Wer denkt bei einer hektischen Einkaufstour daran, dass Supermärkte eine zentrale Schnittstelle im globalen Lebensmittelsystem sind? Wer denkt dabei an ihre Rolle in der gegenwärtigen Ernährungs-, Energie-, Klima-, und Wirtschaftskrise?
Landkonflikte in Honduras und die globale Bewegung für Ernährungssouveränität
Mit dem Putsch in Honduras vor genau zwei Jahren begann eine neue Phase des Ausverkaufs des Landes, der Neoliberalisierung und der Privatisierung von Sozialleistungen und natürlichen Ressourcen. "Gegen die Unsichtbarkeit" des aktiven Widerstands sozialer Bewegungen fand am 27. Juni 2011 im Tüwi-Garten der Universität für Bodenkultur in Wien eine Fotoausstellung und Diskussionsveranstaltung statt.
Hurra, wir steigen ab
Während seit jeher Sozialpolitiken auf die Armutsbekämpfung fokussiert sind, entwickelt sich seit neuestem eine Diskussion rund um die Mittelschicht und deren Beitrag zur Wohlstandsentwicklung beziehungsweise -verteilung. Sehen die einen in ihr den Grundpfeiler der Demokratie, kritisieren die anderen sie wiederum und orten bestenfalls einen „Selbstbetrug der Mittelschicht“.
Lebensmittel zum Verkaufen, nicht zum Essen.
Wo für die einen große Gewinnspannen zu erzielen sind, liegt für andere der Grund ihrer Armut. Industrielle Landwirtschaft droht regionale bäuerliche Strukturen zu verdrängen. Am 10.03.2011 war Franziskus Forster, Aktivist bei AgrarAttac, zu Gast beim ökonomischen Kaminfeuer der Grünen Bildungswerkstatt Wien.
Hier geht’s nur um Wirtschaft.
Die Geisterstädte der spanischen Costa del Sol sind ein Spiegelbild unserer Pensionsfonds. Es gibt zu viele leer stehende Gebäude und zu wenige Menschen, die sich das Leben dort leisten könnten. Joachim Becker von der Wirtschaftsuniversität Wien erklärte am 4. März 2011 in der Reihe "Was sie schon immer über Wirtschaft wissen wollten", warum es dabei nicht nur um die Wirtschaft geht.
Was sie schon immer über Wirtschaft wissen wollten.
Wie derzeit gewirtschaftet wird, warum das so ist und wie es anders gehen könnte wurde am 28.01.2011 in der Grünen Bildungswerkstätte Wien debattiert. Johannes Jäger moderierte, das Publikum diskutierte. Die Gastvortragenden Gabriele Michalitsch und Martin Margulies brachten ihre Fachkenntnisse in die Diskussion mit ein.
Ein gutes Leben für alle ?!
Das Leitbild von gutem Leben als geglückte Lebensführung geht zumindest bis ins antike Griechenland zurück, wo ebendieses gute Leben in der Regel als ein maßvolles und gleichzeitig genießendes Leben verstanden wurde.
Wie messen wir das gute Leben ?
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sagt wenig über die Lebensqualität der Menschen aus. Es bedarf also neuer Indikatoren, um Wohlstand und Lebensqualität der Menschen zu messen. An Vorschlägen mangelt es nicht.
Demokratische Planung und Solidarische Ökonomie
Gibt es eine Perspektive demokratischer Gesellschaftsplanung und solidarischer Ökonomie für das 21. Jahrhundert nach den bisherigen Erfahrungen mit Kommunismus und Sozialdemokratie? Der Themenschwerpunkt der diesjährigen Tagung des Instituts für kritische Theorie Berlin nahm sich dieser Frage an.
Wirtschaftsdemokratie – ein Ausweg (nicht nur) aus der Krise?
Ist die Demokratisierung der Wirtschaft angesichts gravierender aktueller Krisen ein Luxusthema? Oder besteht möglicherweise ein Zusammenhang zwischen der Wirtschaftskrise und Entdemokratisierungsprozessen? Am 24. Juni 2010 fand die Auftaktveranstaltung zur zweitägigen Reihe „Wirtschaftsdemokratie – ein Ausweg (nicht nur) aus der Krise?“ statt. Dort wurden Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen einer demokratischen Ordnung der Wirtschaft diskutiert.
Die Gemeinwohl-Ökonomie als Alternative zu Kapitalismus und Kommunismus
„Wer gegen den Kapitalismus ist, ist für den Kommunismus“, lautet eine allzu oft geäußerte These. Dass aber Kommunismus keinesfalls die einzige Alternative zu Kapitalismus ist, zeigt Christian Felber, Mitbegründer von Attac-Österreich, Buchautor, freier Publizist und Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er entwickelte das Modell der Gemeinwohl-Ökonomie als „Wirtschaftsmodell mit Zukunft“. Möglicherweise das Wirtschaftsmodell der Zukunft.
Demokratisierungs- und Transformationsprozesse in den neuen EU-Ländern am Beispiel der Slowakei
Aus der Solidarność-Bewegung der 1980iger Jahre entsprangen 23 zuordenbare politische Parteien. Die Handschrift der Gewerkschaft ist in der heutigen polnischen Politik immer noch erkennbar. Viele mittel- und osteuropäische Länder zeigen ähnliche gewerkschaftliche Entwicklungen. Am Beispiel der Slowakei wurde einen Abend lang diskutiert, welche Licht- und Schattenseiten die Gewerkschaften dort zeigen. Zur Diskussion luden das Institut für Politikwissenschaften an der Universität Wien gemeinsam mit dem Österreichischen Gewerkschaftsbund und der Grünen Bildungswerkstatt Wien ein.
Wem gehört die Welt? Commons für ein gutes Leben
Zur Zeit erlebt ein Thema, dessen Grundidee Jahrhunderte alt ist, eine Renaissance in der gesellschaftlichen Diskussion und politischen Auseinandersetzung: die Debatte um so genannte Commons, im Deutschen oft mit Allmende oder Gemeingüter übersetzt.
Neue Landnahme, Agrobusiness und Ernährungssicherheit – Konflikte um die Ressource Land
Bericht über eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Wien, der Grünen Bildungswerkstatt Wien, AgrarAttac, der Dreikönigsaktion, FIAN, Greenpeace, ÖBV-Vía Campesina und Südwind am 27.05.2010 an der Universität Wien.
Sie nennen es "Assoziierung"
Unter dem Namen „Assoziierungsabkommen“ werden zwischen der EU und mehreren lateinamerikanischen Staaten im Augenblick Freihandelsverträge abgeschlossen. Warum sie diesen Namen nicht verdienen, wie der Widerstand dagegen aussieht und welche Alternativen es zu Freihandelsabkommen gibt, wurde in einer Veranstaltung am 10. Mai 2010 im Afro-Asiatischen Institut in Wien diskutiert.
Solidarische Ökonomie - ein Kind der Not?
Die Wirtschaftskrise und ihre Folgen werden nahezu täglich in den Medien diskutiert und Reformen vorgestellt, die die 'geschädigte Wirtschaft' wieder zum Laufen bringen sollen. Die Frage nach einer alternativen Arbeits- und Lebensweise und nach Konzepten, die nicht auf der Verwertungslogik einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung aufbauen, blieb jedoch im öffentlichen Diskurs nur marginal besprochen. Die Solidarische Ökonomie bietet hier Anknüpfungspunkte und greift Beispiele einer „anderen Art des Wirtschaftens“ auf.
Halbinsel gegen den Strom
Mit dem Titel „Halbinseln gegen den Strom“ lud Attac Österreich am 17. Mai 2010 zum dritten Teil der Veranstaltungsreihe „Krise ohne Ende – oder: Auswege aus der globalen Konkurrenzwirtschaft“ ins Depot ein. Friederike Habermann, Ökonomin und Autorin, stellte unterschiedlichste Projekte vor, die vor allem eines verbindet: der Versuch, Alternativen zu einer kapitalistischen Tausch- und Verwertungslogik zu leben.
Eine andere Wirtschaft ist möglich!
Mit dem Titel „Bewusstsein, Solidarität, Demokratie“ setzte die GBW-Wien am 14. April 2010 ihre Bildungsreihe Schöne neue Arbeitswelt mit dem Referenten Paul Kolm fort. Kolm ist freiberuflicher Gesellschaftswissenschaftler und langjähriger Mitarbeiter der Gewerkschaft der Angestellten.
Die Kinder vom AMS
Die Jugendarbeitslosigkeit steigt, Lehrstellen gibt es kaum. Am Arbeitsmarktservice Jugendliche in Wien stehen die Jugendlichen an, um doch noch auf den abfahrenden Zug aufzuspringen. Ein Bericht.
Leistungslohn - Eine gerechte Verteilung?
Im Rahmen der Bildungsreihe Schöne neue Arbeitswelt referierte Paul Kolm unter dem Titel „Leistung – Lohn – Leistungslohn“ und gab einen Überblick über das Leistungsprinzip und den damit verbundenen Leistungskonflikt, verschiedene Entgeltsysteme sowie die damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Chancen und Risiken. Paul Kolm, freiberuflicher Gesellschaftswissenschaftler, war langjähriger Mitarbeiter der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPa-djp).
Reichtum herrscht, wenn ihn alle erreicht haben
Mit dem Thema „Reichtum gerecht verteilen“ eröffneten die Initiative Grüner SeniorInnen und die Grüne Bildungswerkstatt Wien ihre gemeinsame Bildungsreihe für 2010. Margit Appel, Politologin und Mitarbeiterin der Katholischen Sozialakademie Österreich, ergründete die Verbindung von Gerechtigkeit und Reichtum, während David Ellensohn, Grüner Stadtrat in Wien, mögliche politische Antworten auf die dringende Frage nach der Bekämpfung von Armut suchte.
Zwischen Recht auf Nahrung und Landnahme? Landwirtschaft in Entwicklungsländern
Am 10. Februar ging die Veranstaltungsreihe „Die Zukunft der Entwicklungspolitik“ der Grünen Bildungswerkstatt Österreich mit einem Diskussionsschwerpunkt zu agrarpolitischen Themen in die zweite Runde. Angelika Hilbeck, Agrarbioligin an der ETH Zürich und Mitautorin des IAASTD-Berichts, präsentierte den Weltagrarbericht und stellte sich mit Franz Fischler, ehemaliger EU-Agrarkommissar und Präsident des Ökosozialen Forums, brennenden Fragen der Moderatorin Judith Schwendtner (NR-Abgeordnete der Grünen) und des Publikums.
Copyright im Internetzeitalter - quo vadis?
Die Diskussion scheint festgefahren. „Illegale Downloads ruinieren die Musikindustrie“, meinen die einen. „InternetuserInnen sind keine VerbrecherInnen“, sagen die anderen. Abseits vom polemischen Schlagabtausch wurde am 11. Dezember 2009 zur sachlichen Debatte am Round Table geladen. Europaabgeordnete Eva Lichtenberger führte Praktiker aus der Wirtschaft und Spezialisten aus dem Netz zusammen, um zukunftsfähige Copyrightlösungen für das Internet zu erarbeiten.
"Wachstum - Umwelt - Entwicklung". Ein Resümee der Entwicklungstagung
Ungleich und doch demokratisch?
Die beiden Seiten der Kapitalverteilungs-Medaille
Eine Gegenüberstellung von ausgewählten Reichtumsbiographien und typologisierten Armutslagen regte am 18. November 2008 in der Grünen Bildungswerkstatt zur Diskussion an, welche politischen Strategien im "Verteilungskampf" benötigt werden.





