Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sagt wenig über die Lebensqualität der Menschen aus. Es bedarf also neuer Indikatoren, um Wohlstand und Lebensqualität der Menschen zu messen. An Vorschlägen mangelt es nicht.
Gibt es eine Perspektive demokratischer Gesellschaftsplanung und solidarischer Ökonomie für das 21. Jahrhundert nach den bisherigen Erfahrungen mit Kommunismus und Sozialdemokratie? Der Themenschwerpunkt der diesjährigen Tagung des Instituts für kritische Theorie Berlin nahm sich dieser Frage an.
„Wer gegen den Kapitalismus ist, ist für den Kommunismus“, lautet eine allzu oft geäußerte These. Dass aber Kommunismus keinesfalls die einzige Alternative zu Kapitalismus ist, zeigt Christian Felber, Mitbegründer von Attac-Österreich, Buchautor, freier Publizist und Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er entwickelte das Modell der Gemeinwohl-Ökonomie als „Wirtschaftsmodell mit Zukunft“. Möglicherweise das Wirtschaftsmodell der Zukunft.
Aus der Solidarność-Bewegung der 1980iger Jahre entsprangen 23 zuordenbare politische Parteien. Die Handschrift der Gewerkschaft ist in der heutigen polnischen Politik immer noch erkennbar. Viele mittel- und osteuropäische Länder zeigen ähnliche gewerkschaftliche Entwicklungen. Am Beispiel der Slowakei wurde einen Abend lang diskutiert, welche Licht- und Schattenseiten die Gewerkschaften dort zeigen. Zur Diskussion luden das Institut für Politikwissenschaften an der Universität Wien gemeinsam mit dem Österreichischen Gewerkschaftsbund und der Grünen Bildungswerkstatt Wien ein.
Zur Zeit erlebt ein Thema, dessen Grundidee Jahrhunderte alt ist, eine Renaissance in der gesellschaftlichen Diskussion und politischen Auseinandersetzung: die Debatte um so genannte Commons, im Deutschen oft mit Allmende oder Gemeingüter übersetzt.
Bericht über eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Wien, der Grünen Bildungswerkstatt Wien, AgrarAttac, der Dreikönigsaktion, FIAN, Greenpeace, ÖBV-Vía Campesina und Südwind am 27.05.2010 an der Universität Wien.
Unter dem Namen „Assoziierungsabkommen“ werden zwischen der EU und mehreren lateinamerikanischen Staaten im Augenblick Freihandelsverträge abgeschlossen. Warum sie diesen Namen nicht verdienen, wie der Widerstand dagegen aussieht und welche Alternativen es zu Freihandelsabkommen gibt, wurde in einer Veranstaltung am 10. Mai 2010 im Afro-Asiatischen Institut in Wien diskutiert.
Die Wirtschaftskrise und ihre Folgen werden nahezu täglich in den Medien diskutiert und Reformen vorgestellt, die die 'geschädigte Wirtschaft' wieder zum Laufen bringen sollen. Die Frage nach einer alternativen Arbeits- und Lebensweise und nach Konzepten, die nicht auf der Verwertungslogik einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung aufbauen, blieb jedoch im öffentlichen Diskurs nur marginal besprochen. Die Solidarische Ökonomie bietet hier Anknüpfungspunkte und greift Beispiele einer „anderen Art des Wirtschaftens“ auf.
Mit dem Titel „Halbinseln gegen den Strom“ lud Attac Österreich am 17. Mai 2010 zum dritten Teil der Veranstaltungsreihe „Krise ohne Ende – oder: Auswege aus der globalen Konkurrenzwirtschaft“ ins Depot ein. Friederike Habermann, Ökonomin und Autorin, stellte unterschiedlichste Projekte vor, die vor allem eines verbindet: der Versuch, Alternativen zu einer kapitalistischen Tausch- und Verwertungslogik zu leben.

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt, Lehrstellen gibt es kaum. Am Arbeitsmarktservice Jugendliche in Wien stehen die Jugendlichen an, um doch noch auf den abfahrenden Zug aufzuspringen. Ein Bericht.

Im Rahmen der Bildungsreihe
Schöne neue Arbeitswelt referierte Paul Kolm unter dem Titel „
Leistung – Lohn – Leistungslohn“ und gab einen Überblick über das Leistungsprinzip und den damit verbundenen Leistungskonflikt, verschiedene Entgeltsysteme sowie die damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Chancen und Risiken. Paul Kolm, freiberuflicher Gesellschaftswissenschaftler, war langjähriger Mitarbeiter der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPa-djp).

Mit dem Thema „Reichtum gerecht verteilen“ eröffneten die Initiative Grüner SeniorInnen und die Grüne Bildungswerkstatt Wien ihre gemeinsame
Bildungsreihe für 2010. Margit Appel, Politologin und Mitarbeiterin der Katholischen Sozialakademie Österreich, ergründete die Verbindung von Gerechtigkeit und Reichtum, während David Ellensohn, Grüner Stadtrat in Wien, mögliche politische Antworten auf die dringende Frage nach der Bekämpfung von Armut suchte.

Am 10. Februar ging die Veranstaltungsreihe „
Die Zukunft der Entwicklungspolitik“ der Grünen Bildungswerkstatt Österreich mit einem Diskussionsschwerpunkt zu agrarpolitischen Themen in die zweite Runde. Angelika Hilbeck, Agrarbioligin an der ETH Zürich und Mitautorin des IAASTD-Berichts, präsentierte den Weltagrarbericht und stellte sich mit Franz Fischler, ehemaliger EU-Agrarkommissar und Präsident des Ökosozialen Forums, brennenden Fragen der Moderatorin Judith Schwendtner (NR-Abgeordnete der Grünen) und des Publikums.

Die Diskussion scheint festgefahren. „Illegale Downloads ruinieren die Musikindustrie“, meinen die einen. „InternetuserInnen sind keine VerbrecherInnen“, sagen die anderen. Abseits vom polemischen Schlagabtausch wurde am 11. Dezember 2009 zur sachlichen Debatte am Round Table geladen. Europaabgeordnete Eva Lichtenberger führte Praktiker aus der Wirtschaft und Spezialisten aus dem Netz zusammen, um zukunftsfähige Copyrightlösungen für das Internet zu erarbeiten.
Unter dem Titel "Wachstum – Umwelt – Entwicklung" lud das Paulo Freire Zentrum zur 4. Österreichischen Entwicklungstagung. Rund 400 TeilnehmerInnen haben sich schließlich in Innsbruck getroffen, um sich mit diesem brisanten und komplexen Themenfeld auseinander zu setzen.
Die ökonomische Ungleichheit wächst global, wie auch in Österreich. Stellt das auch unsere Demokratie in Frage? Und was hat das für Konsequenzen vor dem Hintergrund der derzeitigen Finanzkrise? Auf einer Tagung an der Wirtschaftsuniversität Wien wurde nach Antworten gesucht.

Eine Gegenüberstellung von ausgewählten Reichtumsbiographien und typologisierten Armutslagen regte am 18. November 2008 in der Grünen Bildungswerkstatt zur Diskussion an, welche politischen Strategien im "Verteilungskampf" benötigt werden.
Die Entwicklungstagung lädt vom 14. bis 16. November zu Diskussion und Reflektion nach Innsbruck ein. Die Tagung bietet Raum und Rahmen, um diese drei Themenfelder in ihrer Gesamtheit und Verwobenheit zu bearbeiten.
Im Gedenkjahr 2008 reflektieren zwei Initiativen über ihren Beitrag zur Aufarbeitung des Holocaust: Der Verein Gedenkdienst und die Österreichische HochschülerInnenschaft, die jährlich eine Studienreise nach Auschwitz-Birkenau organisiert. Ein Bericht.
Es muss Aufgabe der Politik sein, jene Fairness herzustellen, die der Markt selbst nicht herstellt. Was ist aber problematisch an den vielen Wahlversprechen der letzten Wochen? Und wie ist der grassierenden Knappheitsangst zu begegnen?
Wirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungspolitik werden oft als getrennte Politikfelder inszeniert. Ziel der
4. Österreichischen Entwicklungstagung ist es, eine integrierte Sichtweise von Entwicklung zu erarbeiten, die Trennungen überwindet und gleichzeitig Widersprüche benennbar macht.
4 Tage, 6 Vorträge, 10 Workshops und viele Gespräche, Diskussionen rund um Klimawandel und soziale Gerechtigkeit. Die
Sommerakademie der GBW ist vorbei: Was ist geblieben und worin ist anzuknüpfen?
Im Rahmen der Reihe
"Politische Bildung für Grüne SeniorInnen" führte
Christian Felber in die Problematiken der Finanzmärkte ein und
präsentierte Vorschläge zur alternativen Gestaltung der globalen
Finanzordnung.
Am 14. Februar stellte Christoph Twickel seine Biografie des
venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez in Wien vor und legte seine Einschätzung des umstrittenen Projekts einer "bolivarischen Revolution" unter Führung von Hugo Chávez vor. Ein Rückblick.
Was kann uns eine Lektüre von Gramsci heute lehren? Welche Rolle spielt
Lokalpolitik oder, allgemeiner gesprochen, die unmittelbare Lebensumgebung zur
Herstellung von gesellschaftlicher Hegemonie?
Wieso und in welcher Weise ist das Denken von Antonio Gramsci heute für
uns relevant? Und wie kann am Alltagsverstand angeknüpft werden, um
Elemente der Emanzipation und des Widerstands zu gewinnen? Dies waren
die zentralen Fragen, denen sich die TeilnehmerInnen der
Podiumsdiskussion stellten.
AktivistInnen der Straßenzeitung "Augustin", KünstlerInnen und Studierende bearbeiteten ein halbes Jahr lang gemeinsam das Thema "Prekäres Leben" in bildnerischer Art und Weise. Daraus entstand nun eine Wanderausstellung.
Frigga Haug reflektiert in ihrem Vortrag die Zeitgeistigkeit der
Frauenbewegung, analysiert die neoliberale Vereinnahmung feministischer
Forderungen und zerlegt die medial breit getretene Behauptung, dass der
Feminismus überholt sei.
Die Soziale Arbeit steht gegenwärtig in europäischen Sozialstaaten unter großem Rechtfertigungsdruck. Die "Wiener Erklärung" analysiert die veränderten Rahmenbedingungen und kritisiert die fortschreitende Ökonomisierung und Privatisierung der sozialen Arbeit.
Mit dem Austromarxismus entwickelt die österreichische Sozialdemokratie eine theoretisches Gebäude, das weit über die alltägliche Politik hinauswies. Doch was hat uns der Austromarxismus heute noch zu sagen?
Anlässlich der
Präsentation des Buches "Staat als
Gemeinwesen" von Bernhard Leubolt lud die GBW-Wien zur einer
Podiumsdiskussion, die am 27. März 2007 in der WU Wien über die Bühne
ging. Ein Bericht.
Das Rote Wien war bis zu seiner blutigen Beendigung 1934 ein Vorzeigeprojekt sozialdemokratischer Politik. Dabei kam der Wohnbaupolitik und deren Finanzierung über progressive Steuern eine zentrale Rolle zu. Der Text ist inhaltlicher Begleiter der Veranstaltung
"Österreichische Partein: die SPÖ".
Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ist
gesellschaftsfähig geworden. Selbstbestimmung, Freiheit,
Existenzsicherung und Einkommen ohne Arbeit soll es bringen. Nur - hält
es tatsächlich, was es verspricht? Oder ist es schlicht eine Täuschung?
Reinhard Pirker geht den Wurzeln der Sozialdemokratie nach und spannt den Bogen von der Parteigründung über die Februarkämpfe bis zum langsamen Niedergang auf der Suche nach dem dritten Weg.
Die Arbeitsloseninitiative
AMSand kritisiert die kürzlich beschlossene
Erhöhung des Sozialhilferichtsatzes in Wien als unzureichend und fordert ein garantiertes Grundeinkommen. Die GBW-Wien dokumentiert den Wortlaut der Stellungnahme.
Anlässlich des Wiener Kongresses zum
bedingungslosen Grundeinkommen
beschreibt der Autor in zwei Teilen Geschichte und Konsequenzen des
Grundeinkommens in Österreich und dessen Auswirkungen auf das
Bildungssystem.
Anlässlich des Wiener Kongresses zum
bedingungslosen Grundeinkommen beschreibt der Autor in zwei Teilen Geschichte und Konsequenzen des Grundeinkommens in Österreich und dessen Auswirkungen auf das Bildungssystem.
Dietmar Köhler kritisierte in einem Beitrag Grüne Vorstellungen von
Grundsicherung. Maria Vassilakou präzisiert in einer Replik die
wesentlichen Punkte des Grünen Grundsicherungsmodells.
Die GBW-Wien ist Kooperationspartnerin des
Grundeinkommenkongresses. Sie nimmt dies zum Anlass, über das Konzept
Grundeinkommen zu informieren und Raum fur Auseinandersetzung zu bieten. Am Beginn steht ein Beitrag zu den Wiener Sommergesprächen 2005.
Die Wiener Grünen unterstützen das Friedensvolksbegehren. Die GBW-Wien dokumentiert den Wortlaut.
Die österreichische Politik heute wird in immer größerem Ausmaß von alten Industriellenfamilien und neureichen Feudalherren wie Mateschitz, Stronach, Kovac, Haselsteiner und Prinzhorn bestimmt.
Im südbrasilianischen Porto Alegre fand vor wenigen Tagen das
Weltsozialforum statt. Die GBW-Wien hat in den letzten Jahren immer
wieder mit ATTAC und anderen globalisierungskritischen Organisationen
kooperiert.
Warum braucht es eine geschlechtergerechte bzw. geschlechtsspezifische
Sprache? Die Anwendung einer geschlechtergerechten Sprache bedeutet
sprachliche Gleichstellung und ist Teil der rechtlichen und sozialen
Gleichstellung von Frauen und Männern.