Eine andere EU ist möglich!
Mit gewohntem Feuereifer breitete der Grüne EU-Parlamentsabgeordnete Daniel Cohn-Bendit am 3. Oktober zum Abschluss der Dialog-Reihe des Renner Instituts "Perspektiven für die Sozialdemokratie in Europa" eine alternative Vision für die EU aus. Sein EU-Kollege Hannes Swoboda (SPÖ) zeigte pragmatische Hürden auf, die dem entgegenstehen.
EU-Wirtschaftsregierung ante portas
EU-Kommission und ECOFIN (Ministerrat der EU Wirtschafts- und Finanzminister*innen) favorisieren die Idee einer EU-Wirtschaftsregierung als Weg aus den aktuellen Haushaltskrisen zahlreicher EU-Staaten. Elisabeth Klatzer vom Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) und Attac-Aktivistin legte im Rahmen der Reihe Ökonomisches Kaminfeuer dar, warum der Plan einer <economical governance> nicht nur zu kurz greift, sondern grundsätzlich falsch angelegt ist.
Ernährungssouveränität. Für eine andere Agrar- und Lebensmittelpolitik in Europa
Die neue gemeinsame Agrarpolitik (GAP), welche innerhalb der EU Ende 2013 beschlossen werden soll, steht seit Jahren im Kreuzfeuer der Kritik. Die Autor*innen Gérard Choplin, Alexandra Strickner und Aurélie Trouvé tragen zu einem besseren Verständnis der Geschichte und der Ziele der GAP bei und stellen eine zivilgesellschaftliche Alternative für eine zukünftige gemeinsame Agrar- und Lebensmittelproduktion vor, in deren Zentrum das Konzept der Ernährungssouveränität steht.
Ausgegrenzt und abgeschoben. Menschenrechte und Flüchtlingspolitik in der EU.
Xenophobie, Rassismus und Aussetzen der Menschenrechte dominieren die Flüchtlingspolitik in der EU. Populistische Politiker*innen und Medien heizen einen Diskurs an, in dem Forderungen nach Ausgrenzung und Abschiebung zusehends lauter werden.
Lobbying zwischen Korruption und Beratung.
Ist Lobbying eine Form von Korruption oder aber legitimes Mittel repräsentativer Politik? Die grüne EU-Parlamentarierin Ulrike Lunacek und die Politikwissenschafterin Laura Horn diskutierten am 24.2.2011 Definition von und Umgang mit Lobbying auf EU-Ebene.
Eurokrise – wohin geht Europa?
Die einen sprechen sich für eine stärkere gemeinsame Wirtschaftspolitik aus, die anderen lehnen eine stärkere Koordinierung ab. Die Zukunft Europas war selten so ungewiss, die Perspektiven noch nie so vielfältig.
Hier geht’s nur um Wirtschaft.
Die Geisterstädte der spanischen Costa del Sol sind ein Spiegelbild unserer Pensionsfonds. Es gibt zu viele leer stehende Gebäude und zu wenige Menschen, die sich das Leben dort leisten könnten. Joachim Becker von der Wirtschaftsuniversität Wien erklärte am 4. März 2011 in der Reihe "Was sie schon immer über Wirtschaft wissen wollten", warum es dabei nicht nur um die Wirtschaft geht.
Europäisches Copyright: Der Kampf um die Ausnahmen.
Marc Getty erklärte vor Jahren in einem Interview "Geistiges Eigentum ist das Öl des 21. Jahrhunderts". Weltweit wird um Lizenzen und Rechte für geistige Schöpfungen gerungen. Der geflügelte Satz vom Gründer der gettyimages Fotodatenbank spiegelt die Härte der Auseinandersetzung wider.
Frontex - Menschenrechte in Seenot
Dass die Zahl der Flüchtlinge, die die Küsten Europas erreichen, drastisch zurückgeht, verzeichnet Frontex als Erfolg. Das Schicksal jener, die nicht ankommen, scheint nicht zu interessieren. Frontex operiert dabei in den Grauzonen des Völkerrechts.
Demokratisierungs- und Transformationsprozesse in den neuen EU-Ländern am Beispiel der Slowakei
Aus der Solidarność-Bewegung der 1980iger Jahre entsprangen 23 zuordenbare politische Parteien. Die Handschrift der Gewerkschaft ist in der heutigen polnischen Politik immer noch erkennbar. Viele mittel- und osteuropäische Länder zeigen ähnliche gewerkschaftliche Entwicklungen. Am Beispiel der Slowakei wurde einen Abend lang diskutiert, welche Licht- und Schattenseiten die Gewerkschaften dort zeigen. Zur Diskussion luden das Institut für Politikwissenschaften an der Universität Wien gemeinsam mit dem Österreichischen Gewerkschaftsbund und der Grünen Bildungswerkstatt Wien ein.
Islamophobie in Österreich
Der Sammelband “Islamophobie in Österreich” (2009), herausgegeben von Farid Hafez und John Bunzl, war Anlass für die gleichnamige Podiumsdiskussion am 14. Juni im Parlament. ExpertInnen unterschiedlicher Bereiche analysierten Gründe für die zunehmende Islamophobie und Akzeptanz islamfeindlicher Aussagen in Österreich sowie mögliche Gegenstrategien und Zukunftsvisionen.
Sie nennen es "Assoziierung"
Unter dem Namen „Assoziierungsabkommen“ werden zwischen der EU und mehreren lateinamerikanischen Staaten im Augenblick Freihandelsverträge abgeschlossen. Warum sie diesen Namen nicht verdienen, wie der Widerstand dagegen aussieht und welche Alternativen es zu Freihandelsabkommen gibt, wurde in einer Veranstaltung am 10. Mai 2010 im Afro-Asiatischen Institut in Wien diskutiert.
Die Gemeinsame Agrarpolitik in Europa - Auswirkungen und Alternativen
Scharfe Kritik wurde am 11. Mai 2010 an der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) geübt. Walter Gössinger, Entwicklungsreferent der ÖH-BOKU, veranstaltete eine Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Auswirkungen der GAP auf die Länder des Südens“. Neben den Auswirkungen wurden auch alternative Gestaltungsmöglichkeiten der GAP diskutiert.
Was steckt hinter Bologna?
Dieser Frage gingen Studierende verschiedener europäischer Länder zum Auftakt des Alternativ-Gipfels zur Feier „10 Jahre Bologna“ in Wien nach. Nach einem kurzen Input zur Geschichte und den Zielsetzungen der Bologna-Erklärung wurde gemeinsam mit Ben Stotz von „Die Linke.SDS“ über die Umsetzung und Kritikpunkte diskutiert.
"Wessen Bildung? Uns're Bildung!"
So schallte es am Donnerstag, den 11. März, durch Wien. Eine Großdemonstration diente als Auftakt für den internationalen Alternativ-Gipfel der Studierenden-Protestbewegung, der als Antwort auf den offiziellen Bologna-Gipfel der europäischen BildungsministerInnen organisiert wurde.
Copyright im Internetzeitalter - quo vadis?
Die Diskussion scheint festgefahren. „Illegale Downloads ruinieren die Musikindustrie“, meinen die einen. „InternetuserInnen sind keine VerbrecherInnen“, sagen die anderen. Abseits vom polemischen Schlagabtausch wurde am 11. Dezember 2009 zur sachlichen Debatte am Round Table geladen. Europaabgeordnete Eva Lichtenberger führte Praktiker aus der Wirtschaft und Spezialisten aus dem Netz zusammen, um zukunftsfähige Copyrightlösungen für das Internet zu erarbeiten.
(Un)Sichtbare Prekäre
Bericht des 3-tägigen Workshops und der Podiumsdiskussion mit dem Titel "(Un)Sichtbare Prekäre. Migrantische Subjektivität und Selbstorganisation von MigrantInnen innerhalb des europäischen Grenzregimes" am 21., 28. und 29. Jänner 2010 zu kritischer Migrationsforschung und antirassistischer Praxis.
Grüne Visionen für Ungarn
Politik kann auch anders sein – das ist der Name einer ungarischen Partei, die zwei Jahre nach ihrer Gründung bei den Europawahlen 2009 auf Anhieb 2,64 % der Stimmen erreichte. Peter Rauschenberger, ein Mitbegründer der Partei, erzählte bei einem Gespräch in Wien, welche Hürden und Herausforderungen damit verbunden sind.
Umweltverschmutzung staatlich gefördert? Nicht nur in Ungarn
Dass der Weg zu einer grünen Marktwirtschaft mit Hürden gepflastert ist, zeigt das Beispiel der Nichtregierungsorganisation (NGO) 'Clean Air Action Group' (CAAG) in Ungarn. Ihr Gründer und Präsident András Lukács sprach am 13.10.09 nicht nur über bisherige Erfolge, sondern auch über Probleme. Dass diese nicht vor der ungarischen Grenze Halt machen, bestätigte auch der Landessprecher der Grünen im Burgenland, Josko Vlasich.
Die Krise als Chance?
Gendermainstreaming in der Krise
Der "Grüne New Deal": Ein Konzept - mehrere Perspektiven
Europawahl 2009 - Der Countdown läuft
Die Europawahlen ermöglichen den BürgerInnen der Europäischen Union ihre Abgeordneten alle fünf Jahre direkt ins Europäische Parlament zu wählen. Die Wahlen finden in allen 27 Mitgliedstaaten im Zeitraum zwischen 4. und 7. Juni statt - dabei werden etwa 375 Millionen EU-BürgerInnen wahlberechtigt sein.
Der EU-Reformvertrag: Welches Stück spielt die Flöte?
Wände isolieren statt Autos verschrotten
Vom Friedensprojekt zum Militärpakt?
Grüne Politik für ein soziales, ökologisches und demokratisches Europa
Direkte Demokratie in Österreich und der EU
"Die EU hat es aufgegeben, die Menschen für dieses Projekt zu gewinnen."
Einschätzung des EU-Reformvertrags
GBW-Wien fordert Volksabstimmung über EU-Vertrag
EU und Nationalismus
"Who can fall in love with the common market?"
Über die Faust des Staates, die unsichtbare Hand des Marktes und gegenhegemoniale Lernprozesse
Ein anderes Europa ist notwendig
Dienstleistungsrichtlinie und Wohlfahrtsstaat
"Es braucht ein Gesamtnetzdenken, kein Schnäppchendenken"
Das Europa der Freiheiten: Traum und Wirklichkeit
Bolkestein: radikaler und umfassender Angriff auf Sozialsysteme
Hans-Jürgen Bieling: Europa des Kapitals
Skydome, 1070, Schottenfeldgasse 29 (Wr. Hilfswerk)





