Demokratisierungs- und Transformationsprozesse in den neuen EU-Ländern am Beispiel der Slowakei
Aus der Solidarność-Bewegung der 1980iger Jahre entsprangen 23 zuordenbare politische Parteien. Die Handschrift der Gewerkschaft ist in der heutigen polnischen Politik immer noch erkennbar. Viele mittel- und osteuropäische Länder zeigen ähnliche gewerkschaftliche Entwicklungen. Am Beispiel der Slowakei wurde einen Abend lang diskutiert, welche Licht- und Schattenseiten die Gewerkschaften dort zeigen. Zur Diskussion luden das Institut für Politikwissenschaften an der Universität Wien gemeinsam mit dem Österreichischen Gewerkschaftsbund und der Grünen Bildungswerkstatt Wien ein.
Eins zu Null für Honduras
Honduras hatte wohl kein Glück. Eins zu Null war der Stand beim WM-Spiel gegen Chile am 16. Juni. Und das, obwohl der illegitime honduranische Präsident Pepe Lobo extra zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Südafrika geflogen war. Zurück ließ er ein Land, das ein Jahr nach dem Militärputsch am 28. Juni 2009 immer noch in einer tiefen Krise steckt.
Islamophobie in Österreich
Der Sammelband “Islamophobie in Österreich” (2009), herausgegeben von Farid Hafez und John Bunzl, war Anlass für die gleichnamige Podiumsdiskussion am 14. Juni im Parlament. ExpertInnen unterschiedlicher Bereiche analysierten Gründe für die zunehmende Islamophobie und Akzeptanz islamfeindlicher Aussagen in Österreich sowie mögliche Gegenstrategien und Zukunftsvisionen.
Wem gehört die Welt? Commons für ein gutes Leben
Zur Zeit erlebt ein Thema, dessen Grundidee Jahrhunderte alt ist, eine Renaissance in der gesellschaftlichen Diskussion und politischen Auseinandersetzung: die Debatte um so genannte Commons, im Deutschen oft mit Allmende oder Gemeingüter übersetzt.
Sie nennen es "Assoziierung"
Unter dem Namen „Assoziierungsabkommen“ werden zwischen der EU und mehreren lateinamerikanischen Staaten im Augenblick Freihandelsverträge abgeschlossen. Warum sie diesen Namen nicht verdienen, wie der Widerstand dagegen aussieht und welche Alternativen es zu Freihandelsabkommen gibt, wurde in einer Veranstaltung am 10. Mai 2010 im Afro-Asiatischen Institut in Wien diskutiert.
Solidarische Ökonomie - ein Kind der Not?
Die Wirtschaftskrise und ihre Folgen werden nahezu täglich in den Medien diskutiert und Reformen vorgestellt, die die 'geschädigte Wirtschaft' wieder zum Laufen bringen sollen. Die Frage nach einer alternativen Arbeits- und Lebensweise und nach Konzepten, die nicht auf der Verwertungslogik einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung aufbauen, blieb jedoch im öffentlichen Diskurs nur marginal besprochen. Die Solidarische Ökonomie bietet hier Anknüpfungspunkte und greift Beispiele einer „anderen Art des Wirtschaftens“ auf.
Rotes Kapital grün werden lassen
Bruno Kreisky war in den vergangenen Wochen wieder in aller Munde. Jedes österreichische Blatt leistete sich anlässlich des Jubiläumsjahres eine Retrospektive auf das Wirken des markigen Altkanzlers. Dabei wurde vergessen, dass der Grundstein für seinen Erfolg weitaus früher gelegt wurde. Diese Grundsteine und wie sie weiter gebaut werden müssen, wurde am 6. Mai 2010 im Demokratiewerkstätten-Gespräch "Vom Roten zum Grünen Wien" erörtert.
Halbinsel gegen den Strom
Mit dem Titel „Halbinseln gegen den Strom“ lud Attac Österreich am 17. Mai 2010 zum dritten Teil der Veranstaltungsreihe „Krise ohne Ende – oder: Auswege aus der globalen Konkurrenzwirtschaft“ ins Depot ein. Friederike Habermann, Ökonomin und Autorin, stellte unterschiedlichste Projekte vor, die vor allem eines verbindet: der Versuch, Alternativen zu einer kapitalistischen Tausch- und Verwertungslogik zu leben.
Schaut so Demokratie aus?
Wer sucht meine Unterhosen aus? Wer entscheidet, wenn's brennt? Können wir die Betriebe, in denen wir arbeiten, selbst führen? Der Demokratie-Themenschwerpunkt der Grünen Bildungswerkstatt Wien wurde am 30. April mit einer Demokratie-Werkstatt eingeleitet.
SanitäterInnen auf die Unis
Überlegungen zur hochschulpolitischen Auseinandersetzung in Österreich und warum eine Durchflutung der Hochschulen mit Demokratie notwendig ist. Ein Kommentar von Philip Taucher.
Ein gutes Leben für alle!
Was braucht es, um gut zu leben? Im Angelibad, am Ufer der Alten Donau sitzend, scheint die Antwort einfach: Aufs Wasser schauen, nette Gesellschaft genießen, ein Buch lesen oder einfach die Wärme und das Licht aufsaugen. Gut leben heißt, den Augenblick genießen, Zeit haben, mit der Seele baumeln, mit Freunden plaudern, tanzen und feiern. Es heißt aber auch, eigene vier Wände haben, in die ich mich zurückziehen kann, und Parks, Kaffeehäuser, Kinos und Einkaufsstraßen, wo ich flanieren, schauen, kaufen, riechen und schmecken kann.
Eine andere Wirtschaft ist möglich!
Mit dem Titel „Bewusstsein, Solidarität, Demokratie“ setzte die GBW-Wien am 14. April 2010 ihre Bildungsreihe Schöne neue Arbeitswelt mit dem Referenten Paul Kolm fort. Kolm ist freiberuflicher Gesellschaftswissenschaftler und langjähriger Mitarbeiter der Gewerkschaft der Angestellten.
Ein Aufstand wär' gut
Die Krise der Lehrausbildung wie des Bildungssystems insgesamt machen es notwendig, auch darüber nachzudenken, wer in Österreich Politik gestaltet.
Ein Kommentar von Philip Taucher
Im Schatten des Tafelberges...
…liegt Kapstadt, eine Stadt großer Unterschiede zwischen Arm und Reich, gefangen zwischen Auswirkungen der vergangenen Apartheid und der aktuellen kapitalistischen Postmoderne. Am Sonntag, den 11. April, war in Wien die Premiere des Dokumentarfilms „Im Schatten des Tafelberges“, der die Probleme der Armut in Südafrika seit der neoliberalen Umstrukturierung und aktuell im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft 2010 kritisch beleuchtet. Im Anschluss gab es eine Diskussion mit den ProduzentInnen und zwei der HauptprotagonistInnen des Films.
Was steckt hinter Bologna?
Dieser Frage gingen Studierende verschiedener europäischer Länder zum Auftakt des Alternativ-Gipfels zur Feier „10 Jahre Bologna“ in Wien nach. Nach einem kurzen Input zur Geschichte und den Zielsetzungen der Bologna-Erklärung wurde gemeinsam mit Ben Stotz von „Die Linke.SDS“ über die Umsetzung und Kritikpunkte diskutiert.
"Wessen Bildung? Uns're Bildung!"
So schallte es am Donnerstag, den 11. März, durch Wien. Eine Großdemonstration diente als Auftakt für den internationalen Alternativ-Gipfel der Studierenden-Protestbewegung, der als Antwort auf den offiziellen Bologna-Gipfel der europäischen BildungsministerInnen organisiert wurde.
Honduras nach dem Putsch
Wie ist die aktuelle Situation und die Menschenrechtslage in Honduras nach dem Putsch? Zur Diskussionsveranstaltung mit honduranischen MenschenrechtsaktivistInnen und anschließendem Benefizkonzert lud der Verein ALBA-Austria gemeinsam mit der Grünen Bildungswerkstatt Wien, FIAN, IGLA und Südwind am 6. März in die Initiativenräume im WUK.
Der Antimafia-Paragraph und seine missbräuchliche Anwendung
Mit Blumen für Menschenrechte
“Florierende Geschäfte” werden mit Blumenplantagen in Simbabwe gemacht. „Florierende Geschäfte in Simbabwe“ war auch der Titel einer Veranstaltung, bei der zwei simbabwische Frauen von den miserablen Arbeitsbedingungen auf den Blumenfarmen berichteten. Die Menschenrechtsorganisation FIAN hatte am 4. Februar in Kooperation mit der Grünen Bildungswerkstatt Wien und dem Depot zu dem Diskussionsabend ins Wiener Depot eingeladen und stellte dort unter anderem ihre Fair Flower Kampagne „Mit Blumen für Menschenrechte“ vor.
Schritte des Vergessens
Der Putsch in Honduras ist in Vergessenheit geraten. Nahezu ohne Medienpräsenz ging die offizielle Übergabe der Regierungsgeschäfte am 27. Jänner vorüber. Über Menschenrechtsverletzungen und undemokratische Wahlen wird von Seiten der internationalen Staatengemeinschaft hinweg gesehen – schließlich geht es um Wichtigeres: die Wirtschaft.
Grüne Visionen für Ungarn
Politik kann auch anders sein – das ist der Name einer ungarischen Partei, die zwei Jahre nach ihrer Gründung bei den Europawahlen 2009 auf Anhieb 2,64 % der Stimmen erreichte. Peter Rauschenberger, ein Mitbegründer der Partei, erzählte bei einem Gespräch in Wien, welche Hürden und Herausforderungen damit verbunden sind.
Interview: Die Menschenrechtslage in Honduras
Jesús Garza ist Mitglied der honduranischen Sektion der Menschenrechtsorganisation FIAN (Food First Information and Action Network) sowie der Widerstandsfront gegen den Militärputsch in Honduras und arbeitet als technischer Koordinator von CHAAC (Coalición Hondureña de Acción Ciudadana – Honduranische Koalition der BürgerInnenaktion). Im Interview mit Magdalena Heuwieser am 3. Dezember gab er Auskunft über die Menschenrechtsverletzungen in Honduras seit dem Militärputsch am 28. Juni 2009 und beschrieb die aktuelle Situation nach den Wahlen, die am 29. November stattfanden.
Von Sonntagen, Schlafanzügen und Staatsstreichen
Sonntag, 28. Juni 2009. Ein sonniger, heißer Tag, wie es in Honduras so üblich ist. Vormittags gibt es erstmal keinen Strom. Auch keine Ausnahme in diesem kleinen zentralamerikanischen Land, dem drittärmsten Lateinamerikas. Nach vier Stunden, als Licht, Fernseher und Radio wieder funktionieren, ist die Überraschung groß. Über die Bildschirme flimmert plötzlich eine Aufnahme vom Parlamentvorsitzenden Roberto Micheletti Bain, der sich zum neuen Präsidenten erklärt.
§278a -Die Kriminalisierung politischer Bewegung
Als im Mai 2008 österreichweit Wohnungen von Tierrechtsaktivist_innen gestürmt wurden, zeigte sich erstmals das Potential staatlicher Kriminalisierung von unbequemen Bewegungen in Form massiver Überwachungsmaßnahmen und Organisationsparagraphen.
Grundwert selbstbestimmt: Zwischen neoliberaler Eigenverantwortung und gesamtgesellschaftlichem Emanzipationsanspruch
Der Grundwert „selbstbestimmt“ ist erst mit dem Grundsatzprogramm 2001 in das Ensemble Grüner Grundwerte aufgenommen worden. Stärker als bei den übrigen Grundwerten werden deren potentielle Konflikte mit der Selbstbestimmung immer noch heftig diskutiert. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe Grüne Grundwerte reflektierten daher knapp fünfzehn Interessierte gemeinsam mit der Wiener Politikwissenschaftlerin Karin Fischer und dem Grünen Nationalratsabgeordneten Wolfgang Zinggl über emanzipative Gehalte und mögliche Abgleitflächen des Begriffs.




