Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sagt wenig über die Lebensqualität der Menschen aus. Es bedarf also neuer Indikatoren, um Wohlstand und Lebensqualität der Menschen zu messen. An Vorschlägen mangelt es nicht.
„Wer gegen den Kapitalismus ist, ist für den Kommunismus“, lautet eine allzu oft geäußerte These. Dass aber Kommunismus keinesfalls die einzige Alternative zu Kapitalismus ist, zeigt Christian Felber, Mitbegründer von Attac-Österreich, Buchautor, freier Publizist und Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er entwickelte das Modell der Gemeinwohl-Ökonomie als „Wirtschaftsmodell mit Zukunft“. Möglicherweise das Wirtschaftsmodell der Zukunft.
Wie Mobilität das Klima beeinflussen kann, wussten die TeilnehmerInnen des Symposiums EuroEnviro schon. Dass der Klimawandel aber auch auf unsere Mobilität und die gesamte Ökonomie zurückwirkt, ließ die StudentInnen im Hörsaal der Universität für Bodenkultur aufhorchen. Am 2. Tag der europaweiten Veranstaltung zu Umwelt in Wien erläuterte Prof.in Helga Kromp-Kolb die Zusammenhänge zwischen Mobilität, erhöhtem CO2-Ausstoß und politischem wie individuellem Handlungsbedarf.
Dr. Klaus Renoldner ist mit dem Klapprad aus Neupölla, Niederösterreich, zu seinem Vortrag gekommen. Für ihn gibt es keinen Grund auf dieses Transportmittel zu verzichten. Wenn er weitere Wegstrecken zurücklegen muss, packt er es kurzerhand in den Zug. Im Rahmen des internationalen Symposiums EuroEnviro 2010 (13.5. bis 15.5.) in Wien erklärte der Mediziner, warum es für die Umwelt und für uns besser ist, unsere Lebensweise radikal zu ändern.
Bericht über eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Wien, der Grünen Bildungswerkstatt Wien, AgrarAttac, der Dreikönigsaktion, FIAN, Greenpeace, ÖBV-Vía Campesina und Südwind am 27.05.2010 an der Universität Wien.

...dominiert unser Gehirn, sagte der Verkehrswissenschaftler Hermann Knoflacher. Im Rahmen der Tagung „
EuroEnviro“ am 14. Mai in Wien entlarvte er die Mythen, auf denen die derzeitige Verkehrsplanung basiert.

Scharfe Kritik wurde am 11. Mai 2010 an der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) geübt. Walter Gössinger, Entwicklungsreferent der ÖH-BOKU, veranstaltete eine Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Auswirkungen der GAP auf die Länder des Südens“. Neben den Auswirkungen wurden auch alternative Gestaltungsmöglichkeiten der GAP diskutiert.

Kann durch technologische Landwirtschaft und Weltagrarhandel Hunger in Afrika bekämpft werden? Oder werden im Zuge der so genannten neuen Grünen Revolution neue Abhängigkeitsverhältnisse geschaffen bzw. vertieft und ökologische Zerstörungen weiter vorangetrieben? Welche Alternativen wären möglich? Diesen und weiteren Fragen gingen am 14. April Dr. Petra Gruber, Dr. Michael Hauser und Dr. Uwe Hoering in einer Dialogrunde, organisiert vom Institut für Friede-Umwelt-Entwicklung, in der Julius-Raab-Stiftung nach.

Was braucht es, um gut zu leben? Im Angelibad, am Ufer der Alten Donau sitzend, scheint die Antwort einfach: Aufs Wasser schauen, nette Gesellschaft genießen, ein Buch lesen oder einfach die Wärme und das Licht aufsaugen. Gut leben heißt, den Augenblick genießen, Zeit haben, mit der Seele baumeln, mit Freunden plaudern, tanzen und feiern. Es heißt aber auch, eigene vier Wände haben, in die ich mich zurückziehen kann, und Parks, Kaffeehäuser, Kinos und Einkaufsstraßen, wo ich flanieren, schauen, kaufen, riechen und schmecken kann.

Politik kann auch anders sein – das ist der Name einer ungarischen Partei, die zwei Jahre nach ihrer Gründung bei den Europawahlen 2009 auf Anhieb 2,64 % der Stimmen erreichte. Peter Rauschenberger, ein Mitbegründer der Partei, erzählte bei einem Gespräch in Wien, welche Hürden und Herausforderungen damit verbunden sind.

Dass der Weg zu einer grünen Marktwirtschaft mit Hürden gepflastert ist, zeigt das Beispiel der Nichtregierungsorganisation (NGO) 'Clean Air Action Group' (CAAG) in Ungarn. Ihr Gründer und Präsident András Lukács sprach am 13.10.09 nicht nur über bisherige Erfolge, sondern auch über Probleme. Dass diese nicht vor der ungarischen Grenze Halt machen, bestätigte auch der Landessprecher der Grünen im Burgenland, Josko Vlasich.
Der „Grüne New Deal“ ist das Programm, mit dem die Grünen Europas Politik ökologisch, sozial und ökonomisch neu ausrichten wollen. Philip Taucher prüft die grünen Vorschläge anhand von Argumenten, die in bisherigen Veranstaltungen der GBW-Wien heiß diskutiert wurden.
Welche Auswirkungen haben Klimaentwicklungen auf Flüchtlingskonventionen und Migrationsregime? Darüber diskutierten am 23. April 2009 Johannes Köttl (Sozial- und Arbeitsmarktökonom), Herbert Langthaler (Asylkoordination Österreich) und Ulrike Lunacek (Sprecherin für Außen- und Entwicklungspolitik der Grünen) bei einer Veranstaltung der
GBW Minderheiten.
Ist die neoliberale Ideologie für Europa vor dem Hintergrund der derzeitigen Wirtschaftskrise gestorben? Welche wirtschaftspolitischen Alternativen bieten die Grünen, um die Krise zu überwinden? Die Auftaktveranstaltung der
Diskussionsreihe der GBW-Wien und den Wiener Grünen zur EU-Parlamentswahl bot Antworten auf diese Fragen.

Eine Auseinandersetzung mit ökologischen Fragen unter strukturellen Gesichtspunkten und die Frage der Re-Politisierung von Ökologie. Dokumentation der Veranstaltungsreihe Grüne Grundwerte.