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03.12.2010 | 18:15 - 21:00 - Podiumsdiskussion: Interregnum- Große Krisen, umkämpfte Krisenausgänge und Krisenpolitiken im historischen Vergleich. Eine Zwischenbilanz
Antonio Gramsci prägte in einer ähnlichen Krisenkonstellation der 1920er/30er den Begriff der „organischen Krise“, in der das „Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann.“ In diesem „Interregnum“ ist der kapitalistische Entwicklungspfad gezwungen, sich zu verändern. Vielleicht wird mit dem „Grünen Kapitalismus“ ein neues Modell des Kapitalismus eingeleitet und damit nicht notwendigerweise sein Ende.
Eine „organische Krise“ ist auch nicht gleichzusetzen mit der Unfähigkeit des Machtblocks, Krisenausgänge parat zu stellen. Ähnlich der Entwicklung in den 1930er Jahren geht die Krisenkonstellation mit einer Stärkung der konservativen und auch (neo-) faschistischen Kräfte einher. Es ist darum umso wichtiger, die Zusammenhänge zwischen ökonomischer Krise und politischer Restrukturierung historisch zu analysieren und zu vergleichen.
PodiumsdiskutantInnen:
- Jörg Nowak (Politikwissenschafter, Berlin)
- Frank Deppe (Emeritierter Professor für Politikwissenschaft, Marburg)
- Mario Candeias ("Referent für Kapitalismuskritik" der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin)
- Susan Zimmermann (Historikerin, Central european university, Budapest)
Moderation:
Elisabeth Steinklammer (GBW Wien)
Außerdem werden im Rahmen der Veranstaltung Ausschnitte aus dem Film: "Der Gewinn der Krise" von Jörg Nowak gezeigt.
Eine Kooperationsveranstaltung der Grünen Bildungswerkstatt Wien mit juridikum (zeitschrift für kritik|recht|gesellschaft), Studienvertretung Politikwissenschaft und BEIGEWUM





