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Tagung: Wirtschaftsdemokratie – ein Ausweg (nicht nur) aus der Krise?

vergangene Termine

16.10.2010 | 09:30 - 17:00 - Tagung: Wirtschaftsdemokratie – ein Ausweg (nicht nur) aus der Krise?

Ab 09:00 ist die Registratur geöffnet.


Renner Institut, Gartenhotel Altmannsdorf, Hotel 2, Hoffingergasse 33 - 1120 Wien

Auftakt-Podium

Das Auftakt-Podium greift allgemeine Fragen der Wirtschaftsdemokratie auf und stellt einen Zusammenhang zur derzeitigen Wirtschaftskrise her.

Workshops

Nach der Podiumsdiskussion sollen folgende vier Ebenen im Rahmen von Workshops behandelt werden:

1. Wirtschaftsdemokratie als gesamtgesellschaftliches Konzept
Worin besteht die gesellschaftliche Dimension von Wirtschaftsdemokratie? Was sind ihre essenziellen Inhalte? Welche Bedeutung hat die Betriebsverfassung für die Demokratisierung der Wirtschaft? Waren die gemeinwirtschaftlichen Anstalten im Österreich der Ersten Republik, die auf den wirtschaftsdemokratischen Konzepten des Austromarxismus beruhten, ein Weg zur „wirtschaftlichen Selbstverwaltung des ganzen Volkes“? Wodurch hat die Aushöhlung der Demokratie im politischen Bereich aufgrund des Neoliberalismus die Demokratielosigkeit der Wirtschaft verstärkt? Wie könnte heute eine Umkehr in Richtung Demokratie in der Wirtschaft erfolgen?

Hier finden Sie einen Überblicksartikel zur Vorbereitung auf den Workshop.

 

2. Gewerkschaftliche Gestaltungsansprüche und Handlungsstrategien
Im Austrokorporatismus haben sich spezifische Formen der betrieblichen Mitbestimmung herausgebildet. Gemeinsam werden in diesem Workshop Im ersten Teil des Workshops die Auswirkungen und Zusammenhänge der neoliberalen Globalisierung auf 1. Arbeitsverhältnisse und 2. Durchsetzungsfähigkeit von Gewerkschaften analysiert. Der zweite Teil ist der Erarbeitung und Diskussion von gewerkschaftlichen Gestaltungsansprüchen für mehr Wirtschaftsdemokratie im Kontext der Krise und der Frage nach „Erneuerung in der Krise“ gewidmet.

Hier finden Sie einen Überblicksartikel zur Vorbereitung auf den Workshop.

 

3. Solidarische Ökonomie – Gesellschaftsveränderung oder Selbsthilfe?
Die Solidarische Ökonomie hat sich überwiegend aus den sozialen Bewegungen und den ökonomischen Krisen in Lateinamerika in den 1980/90er Jahren entwickelt und findet nun auch im öffentlichen Diskurs in Europa immer mehr Beachtung. Welche Rahmenbedingungen haben in Lateinamerika zur Institutionalisierung Solidarischer Ökonomie beigetragen? Wie könnte Solidarische Ökonomie in Europa etabliert werden?

Hier finden Sie einen Überblicksartikel zur Vorbereitung auf den Workshop.


4. Besetzte Betriebe – und was nun?
Haben besetzte Betriebe im Zuge der Wirtschaftskrise einen Aufschwung erlebt? Welche Möglichkeiten und Chancen, aber auch Hindernisse und Schwierigkeiten entstehen, nachdem Betriebe besetzt worden sind und um ihr langfristiges Bestehen kämpfen?

 

Workshop Anmeldung:

JedeR TeilnehmerIn hat die Möglichkeit an einem Workshop der 4 Workshops teilzunehmen. Sie werden für die Anmeldung ca. 1 Woche vor der Veranstaltung ein E-Mail mit Anmeldelink für die Workshops erhalten. Wir ersuchen Sie, sich dringend vorab anzumelden, da die räumlichen Kapazitäten brgrenzt sind und wir daher auf eine gleichmäßige Aufteilung der Workshop TeilnehmerInnen achten müssen!

Abschlussdiskussion

Das Abschlusspodium greift erneut die Diskussionen des Auftaktpodiums und der Workshops auf und versucht Visionen einer wirtschaftsdemokratischen Ordnung zu konkretisieren.

 

ReferentInnen/ DiskutantInnen:

  • Paul Singer (Brasilianischer Staatssekretär für Solidarische Ökonomie)
  • Horst Schmitthenner (IG- Metall)
  • Eva Angerler (GPA-djp)
  • Andreas Exner (Social Innovation Network)
  • Wolfgang G. Weber (Universität Innsbruck)
  • Heidi Ambrosch (transform!)
  • Doris Lutz (AK)
  • ArbeiterInnen des selbstverwalteten Unternehmens Jugoremedija, Serbien
  • und viele mehr

 



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Ein Nachdenken über die heutige Situation ist bitter notwendig: Das zeigen nicht nur das Massaker von Norwegen und der rechtsextreme Terrorismus in Deutschland, sondern auch der dramatische Anstieg rechtsextremer Aktivitäten in Österreich. Allein im vergangenen Jahr sind in Österreich mehr als 1.000 Anzeigen wegen rechtsextremer Straftaten registriert worden. Diese Entwicklung ist alarmierend. Informationen zu Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus finden sie hier: www.jetztzeichensetzen.at

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