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Symposion "Die Stadt gehört uns!"

article_605_symposionfoto_web_120.jpg Das Symposion "Die Stadt gehört uns!" bietet Raum für konzentrierte Dialoge und macht Lust auf die Verbindung von Theorie und Praxis: Was heißt ein gutes Leben für alle in Wien? Wie verläuft die Grenzziehung zwischen Privatem und Öffentlichem in dafür wichtigen Bereichen - und wo muss sie verschoben werden, um der Idee von Demokratie näher zu kommen, als einem Gemeinwesen, in dem alle ein gutes Leben haben?

vergangene Termine

19.09.2010 | 10:00 - 17:00 - Symposion "Die Stadt gehört uns!"


Europa Haus Wien, Linzerstraße 429 - 1140 Wien

Ein gutes Leben für alle!?

Versteht man Demokratie nicht nur als das Recht, alle paar Jahre ein Kreuzchen zu machen, sondern als das Recht aller auf Würde und ein gutes Leben, dann erhält die Utopie umfassender Demokratie neuen Sinn. Demokratie ist dann kein Luxus für diejenigen, die keine Alltagssorgen haben, sondern es ist die einzige Form, das Glück einer schönen Wohnung, einer guten Schule und würdiger Pflege im Alter für alle zu erstreiten.
Entscheidende Frage für diese umfassende Demokratie ist die Grenzziehung zwischen Privatem und Öffentlichem. Was öffentlich ist, darüber kann demokratisch bestimmt werden. Was privat ist, darüber hat die Öffentlichkeit – und das sind in einer Demokratie wir alle – nicht zu befinden. Wird etwas zur Privatsache erklärt oder in Privateigentum gegeben, so wird damit die Öffentlichkeit der Möglichkeit der Mitbestimmung beraubt. Ist es meine Privatangelegenheit, wo ich unterwegs bin – oder darf die Öffentlichkeit das mittels meiner Handydaten erfahren? Ist es Privatangelegenheit eines Hausbesitzers, wieviel Miete er für seine Wohnungen verrechnet – oder gibt es öffentlich festgesetzte Mietzinsobergrenzen? Gehören die Wiener Linien uns allen und können wir daher entscheiden, welche Linien gebaut werden, wie oft und wie lange sie fahren – oder werden sie in ein privatrechtlich organisiertes Unternehmen ausgegliedert, in dem wir nichts mehr mitzureden haben?
Das Symposium „Die Stadt gehört uns“ bietet Raum für konzentrierte Dialoge und macht Lust auf die Verbindung von Theorie und Praxis: Was heißt ein gutes Leben für alle in Wien? Wie verläuft die Grenzziehung zwischen Privatem und Öffentlichem in dafür wichtigen Bereichen – und wo muss sie verschoben werden, um der Idee von Demokratie näher zu kommen als einem Gemeinwesen, in dem alle ein gutes Leben haben.

 

Kurzreferate von:

Andreas Novy: "Ein gutes Leben für alle"

Susanne Heeg: "Gehört die Stadt uns?"

Maria Vassilakou: "Das Grüne Wien"

 

Alle, die ein gutes Leben für alle in Wien wollen, sind eingeladen, auch an den Arbeitsgruppen zu den folgenden Themen  teilzunehmen.

AG 1: Mobilität in der Stadt. Mit: Harald Frey, Rüdiger Maresch

AG 2: Wohnen in Wien. Mit: Andrea Breitfuß, Sabine Gretner

AG 3: Kultur in Wien. Mit: Elke Krasny, Marco Schreuder

AG 4: Wirtschaft in Wien. Mit: Alexandra Strickner, Martin Margulies

Klaus Werner Lobo wird das Symposion mit einer nicht ganz gewöhnlichen Zusammenfassung ausklingen lassen.


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