Termin
Wirtschaft und Banken waren in der Krise, die Arbeitsmärkte sind es immer noch. Und um alles wieder anzukurbeln und ins Laufen zu bringen, braucht es vor allem die Leistungsträger – und das sind nach der Weisheit des Marktes selbstverständlich die gut Verdienenden. Werden die nur ausreichend gefördert und geringst möglich behindert, dann wird alles gut.
So oder ähnlich der herrschende Diskurs. Höchste Zeit, dass wir den Leistungsbegriff neu diskutieren und ihn uns politisch wieder aneignen!
Dieser Abend ist eine Einladung, etwas über die Geschichte des Leistungskonflikts zu erfahren, der so alt ist wie die Lohnarbeit selbst; über die Versuche, Leistung zu definieren und die Rolle von Leistung in Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Auseinandersetzung um Art und Weise des Leistungslohns wird anhand einer historischen Analyse des Arbeitsprozesses dargestellt: von der Maschinisierung des 19. Jahrhunderts bis zum Human Ressource Management der letzten Jahre. Um letztlich bei der Frage zu landen: Wie würde sich die Demokratisierung der Wirtschaft auf die Bewertung von Arbeit und Leistung auswirken?
Referent
Paul Kolm (Gesellschaftswissenschafter)
Moderation
Fritz Kofler
Dokumentation der Veranstaltung:
10.03.2010: Leistungslohn - Eine gerechte Verteilung?
Der zweite Abend der Debattenreihe widmet sich der Frage von Leistung, der Geschichte des Leistungskonflikts und den gesellschaftlichen Kämpfen um die Definition von Leistung.