Im September 2000 wurde
der sogenannte "Strategieplan für Wien - Qualität verplichtet
Innovationen für Wien" in gedruckter Form von der Wiener Stadtregierung
publiziert. Der Veröffentlichung voraus ging ein mehrmonatiger
Erstellungs- und Diskussionsprozess, während dessen der Strategieplan
im Internet abrufbar war.
Der Strategieplan wird als offenes Papier bezeichnet, das
heißt die derzeitige Fassung soll einem weiteren Diskussionsprozess
unterlaufen. Im Herbst/Winter dieses Jahres soll der Strategieplan
im Wiener Gemeinderat diskutiert werden.
Zusammengefasste Thesen zum Strategieplan: Der Strategieplan beteiligt die Öffentlichkeit selektiv, er "schummelt" sich um potentielle Konflikte
herum, indem er sie schönredet.
Im Strategieplan stehen Arbeit und Wirtschaft in einem Kapitel. Er sieht die Stadt als Unternehmen und die
BürgerInnen als KundInnen. Wissen, Bildung und Kultur werden wirtschaftlicher Verwertbarkeit
untergeordnet. MigrantInnen werden ebenfalls als wirtschaftliche Ressource
angesehen. Natur/Naturraum werden als Standortfaktor betrachtet.
Die Leitideen im Strategieplan sind nicht innovativ, sondern
imitativ. Der Strategieplan kritisiert den Staat als "ineffizient",
nicht aber dessen Demokratiedefizite.
Analyse des Strategieplans der Wiener Stadtregierung (pdf, 261.21 KB)





