© Grüne Bildungswerkstatt Wien - A-1070 Wien, Neubaugasse 8 | Öffnungszeiten: Mo-Do: 9:00-14:00 Uhr

Jugendrevolte in Griechenland. Ein Bericht aus erster Hand

article_465_373469_1_a_120.jpg Nach dem gewaltsamen Tod eines 15-Jährigen - ein Polizist hat ihn erschossen – folgten in Griechenland die schwersten Jugend-Unruhen seit mehr als 20 Jahren. Die Wut einer Generation entlädt sich auf der Straße.

Redaktion | 20.01.2009

Die Wurzeln dieser Ereignisse liegen in der Perspektivenlosigkeit, die auf der Jugend lastet, in den nicht in Angriff genommenen, absolut notwendigen und radikalen Verbesserungen im Bildungswesen und nicht zuletzt in den Wunden, die ein ähnlich gearteter Fall hinterlassen hat: Vor Jahren wurde ein Jugendlicher erschossen. Die Schuldigen wurden nie verurteilt. Der Protest der Jugend geht auf die Straße und wird – zum Teil – radikalisiert (die Bilder des friedlichen Protestes werden von den Agenturen nicht verbreitet).

 

Zeitgleich legte ein von den Gewerkschaften ausgerufener Generalstreik gegen die neoliberale Wirtschaftspolitik das öffentliche Leben lahm. Nach Protesten gegen Privatisierungen, Sozialabbau und unmenschlichen Arbeitsbedingungen wurde gegen die geplante Rentenreform protestiert. Die Regierung in Griechenland sieht sich mittlerweile mit einer Bewegung konfrontiert, die längst nicht mehr auf eine kleine Szene beschränkt ist.

 

Kaki Bali: "Die Politik wirkt wie gelähmt und überrascht von der Wucht der Ausschreitungen. Überrascht davon, dass die militanten Autonomen von so vielen Jugendlichen unterstützt werden – obwohl es auch tausende friedliche Demonstranten gab, die die Gewalttäter ausgebuht haben. Ob die Regierung Herr der Lage werden kann, ist noch offen. Ebenso offen ist, was nach dem Ende dieser Krawalle passieren wird. Immer weniger Griechen vertrauen Karamanlis, immer weniger glauben, dass er das Land aus der Krise führen kann. Denn in der Krise ist Griechenland nicht erst seit der Gewalt der letzten Tage, die Krise ist vielmehr ein Dauerzustand."

 

Referentin: Kaki Bali, Journalistin in Griechenland bei „Avgi“, in Deutschland schreibt sie u.a. für die "taz" und "Die Zeit".

Aktuelle Termine

13.03.2012 | Ökonomisierung der Sorgearbeit – fürsorgliche Praxis. Konflikte um nachhaltige Gesellschaftsentwicklung

alle Termine »


Aktionswoche gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus

Ein Nachdenken über die heutige Situation ist bitter notwendig: Das zeigen nicht nur das Massaker von Norwegen und der rechtsextreme Terrorismus in Deutschland, sondern auch der dramatische Anstieg rechtsextremer Aktivitäten in Österreich. Allein im vergangenen Jahr sind in Österreich mehr als 1.000 Anzeigen wegen rechtsextremer Straftaten registriert worden. Diese Entwicklung ist alarmierend. Informationen zu Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus finden sie hier: www.jetztzeichensetzen.at

erinnern_web175px.jpg

Programm Herbst 2011

GBWWien_Herbst2011_start.jpg

Ein gutes Leben für alle!

article_670_guteslebenfueralle_175.png

Datenbank politischer Lieder

RoseNoten_175_2.jpg