Die Sprache, sowohl in mündlicher als auch in schriftlicher Form, ist unser wichtigstes Verständigungsmittel und spielt in allen Lebensbereichen eine zentrale Rolle. (Dort wo die Sprache nicht in mündlicher oder schriftlicher Form eingesetzt werden kann, sind andere Verständigungsmittel, wie Gebärdensprache der Gehörlosen, entwickelt worden.) Sprache spiegelt Strukturen, Werte und Normen einer Gesellschaft wider.
Diskriminierendes Handeln wird im Denken und Sprechen vorbereitet und konstruiert unsere Wirklichkeiten mit. Ein Wandel der Sprache wirkt auf das Bewusstsein und verändert mittelbar die soziale Welt. Geschlechtergerechte Sprache heißt eine Sprache anzuwenden, die Frauen "sichtbar" macht und anspricht und nicht-sexistisch, im Sinne von expliziten und/oder impliziten Abwertungen ist.
In der deutschen Sprache ist die männliche Form die allgemein gültige, die weibliche Form wird als das Besondere gekennzeichnet. Die sogenannte "Generalklausel", die zu Beginn eines Textes feststellt, dass die zumeist in der männlichen Form gewählten personenbezogenen Bezeichnungen für beide Geschlechter gelten, wird zunehmend als nicht mehr ausreichend beschrieben.
Es ist auch wichtig zu bedenken, dass die Anwendung einer geschlechtergerechten Sprache, mehr als nur politische Korrektheit bedeutet. Sie ist eine wichtige Grundlage bzw. ein grundlegendes Instrument, um die politische Strategie Gender Mainstreaming umzusetzen.
Diese nachfolgende Anleitung soll die wichtigsten Möglichkeiten aufzeigen, wie geschlechter-gerecht formuliert werden kann.
Geschlechtergerecht Texten. Eine Arbeitsanleitung. (pdf, 64.63 KB)
Geschlechtergerecht Texten
Warum braucht es eine geschlechtergerechte bzw. geschlechtsspezifische
Sprache? Die Anwendung einer geschlechtergerechten Sprache bedeutet
sprachliche Gleichstellung und ist Teil der rechtlichen und sozialen
Gleichstellung von Frauen und Männern.
Redaktion | 17.12.2003




