Der 1989 deklarierte Sieg des Kapitalismus über den Kommunismus hat mittlerweile einen schalen Beigeschmack: Er produziert Verunsicherung und Verarmung bis in die Mittelschichten hinein - und das nicht länger nur in der "Dritten Welt". Neben das Proletariat tritt das "Prekariat", nehmen doch unsichere Jobs und unfreiwillige Arbeitslosigkeit allerorten rasant zu.
In unserer Auftaktveranstaltung wollen wir uns damit auseinander setzen, warum der Kapitalismus zu Krisen tendiert und wie die gegenwärtige Krise zu deuten ist. Haben die Menschen zu wenig Geld im Börsel, um konsumieren zu können? Gibt es keine lukrativen Investitionsfelder für Unternehmen? Sind Liberalisierung und Privatisierung Strategien, um die Krise zu lösen oder vertiefen sie diese bloß?
Der Referent
Reinhard Pirker ist Universitätsprofessor für Volkswirtschaft an der
Wirtschaftsuniversität Wien. 2004 erschien im Metropolis-Verlag sein
Buch "Märkte als Regulierungsformen sozialen Lebens".
Datum und Zeit
27. Juni 2005, 19:00
Ort
Grünes Zentrum Wieden, 1040, Favoritenstr. 22 (U1 Station Taubstummengasse - mit Lift direkt vors Lokal)
Der Kapitalismus in der Krise
Die Auftaktveranstaltung zur Werkstatt-Gesprächsreihe "Kapitalismus-Kritik", mit Reinhard Pirker.
Redaktion | 16.06.2005




