Grüne Bildungswerkstatt Wien

A-1070 Wien, Neubaugasse 8
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Texte - Europa / 23.05.2007 /

Ein anderes Europa ist notwendig

"Ein anderes Europa ist notwendig" ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe der Grünen Bildungswerkstatt Wien, die sich mit wichtigen Fragen der europäischen Entwicklung beschäftigt.

Die gegenwärtigen Entwicklungen in Europa werden kritisch untersucht und Fehlentwicklungen in der Struktur der europäischen Integration aufgezeigt. Darüber hinaus wird nicht nur darauf hingewiesen, dass ein anderes Europa möglich und notwendig ist. Es geht immer auch um das Aufzeigen alternativer Entwicklungen hin zu einem demokratischen, sozialen und nachhaltigen Europa. Grüne Ideen sollen dabei in Diskussion treten mit Sichtweisen anderer Akteure aus Wissenschaft, Gewerkschaften und Umweltinitiativen und globalisierungskritischer Bewegung.

Neoliberale Dynamiken und gegenhegemoniale Perspektiven

Referenten: Hans Jürgen Bieling und Ulrich Brand
Termin: Donnerstag, 24. Mai 2007, 18:30 Uhr
Ort: Hörsaal 2, NIG, Uni Wien, Universitätsstr. 7

Dass die neoliberale Hegemonie gebrochen werden muss, darüber sind sich soziale Bewegungen in Österreich und Europa einig. Doch wie kann das erreicht werden? Wie stellt sich Hegemonie her und wo gibt es Räume für gegenhegemoniale Perspektiven? Mit dem Aufkommen neuer prekärer Beschäftigungsformen verändern sich auch die Formen des Politischen, welche die etablierten Parteien vor große Herausforderungen stellen. Also: Was tun?

Welche Ansätze und Politikmodelle werden hier in Österreich von sozialen Bewegungen verfolgt? Eine Diskussionsveranstaltung mit:

Konkurrenz für das Empire - Die Europäische Union in der globalisierten Welt

Referent: Elmar Altvater (Ökonom, FU Berlin)
Termin: Oktober 2007

Europa will dem Empire, dessen Zentrum die USA sind, Konkurrenz machen. Elmar Altvater lotet aus, welche Handlungspotentiale die verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Akteure haben, um formelle Arbeitsplätze zu schaffen, die Erhaltung der Umwelt zu gestalten, oder um öffentliche Räume und Dienstleistungen gegen die überhand nehmenden Privatisierungstendenzen zu verteidigen und zurückzuerobern. Dabei wird dem neoliberalen Modell Europa, das die imperialistische Konkurrenz zu den USA anstrebt, ein Modell Europas entgegengestellt, in dem Europa Vorreiter sozialer und demokratischer Weltentwicklung wird.

Elmar Altvater hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, zuletzt "Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen. Eine radikale Kapitalismuskritik". Im September 2007 erscheint "Konkurrenz für das Empire - Die Europäische Union in der globalisierten Welt", das er gemeinsam mit Birgit Mahnkopf verfasst hat.

Europa von unten bauen statt Wettlauf nach unten - Alternative Strategien in Zentral- und Osteuropa

Referentin: Dorothee Bohle (Politologin, Universität Budapest)
Termin:
November/Dezember 2007

Wettbewerbsstaaten in Ost und West. Der Standortwettbewerb dient in West- wie in Osteuropa immer mehr als Legitimation um Sozialabbau zu forcieren und staatliche Politik im Allgemeinen als Wettbewerbspolitik zu definieren. Die Staaten sind dabei keine Spielbälle des Marktes, sie schaffen aktiv neue Regeln im Interessen von Konzernen und zulasten von Lohnabhängigen und prekär Beschäfttigten. Widerstand mündet oft in nationalen Abschottungswünschen, Wohlfahrtsstaat für die Einheimischen. Die sprichwörtliche "Angst vor dem polnischen Klempner" geht um in Europa. Wie kann in dieser Situation eine Perspektive für Europa entwickelt werden, welche sich für die Vereinigung ausspricht, dabei aber wirtschaftspolitisch dem Primat der Wettbewerbsfähigkeit entgegentritt? Welche Akteure in Ost und West können dabei welche Rollen übernehmen und welche gesellschaftlichen Auseinandersetzungen sind Ansatzpunkte für das Entstehen eines "Europas von Unten", statt Sozial- und Umweltdumpings.