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Feministische Kapitalismuskritik ist hörbar

Am 31. März referierte und diskutierte Frigga Haug über feministische Kapitalismuskritik. Nun ist ein Audio-Mitschnitt des Vortrags verfügbar.

Redaktion | 11.05.2006

Radio Stimme, die Sendung der Initiative Minderheiten, hat den Vortrag mitgeschnitten und einen äußerst spannenden Bericht daraus gestaltet. All jene, die nicht teilnehmen konnten oder sich einfach für das Referat von Frigga Haug interessieren, haben nun die Möglichkeit, feministische Kapitalismuskritik nachzuhören.


Geschlechterverhältnisse als Produktionsverhältnisse


Frigga Haug kritisierte im Vortrag die herr-schenden Zustände als Feministin und entwirft Möglichkeiten zur Emanzipation von Frauen. Sie plädierte dabei für eine Verbindung von Feminismus und Kapitalismuskritik, wobei sie auf die Zentralität einer Kritik der Geschlechter- und Produktionsverhältnisse für eine emanzipatorische Politik verwies. In ihrem Referat führte sie die Zusammenführung dieser zwei Achsen vor und ging somit weit über die eindimensionale Frage hinaus, welche der beiden Achsen nun den Haupt- bzw. Nebenwiderspruch darstelle. Geschlechterverhältnisse sind konstituierender Teil aller sozialen, politischen und auch wirtschaftlichen Beziehungen. Beide Achsen verbinden sich zu einem Herrschaftssystem, das es zu überwinden gelte: "Zwei einander überlagernde Herrschaftsarten bestimmen den Fortgang der Geschichte, die der Verfügung einiger über die Arbeitskraft vieler in der Lebensmittelproduktion und die Verfügung der (meisten) Männer über weibliche Arbeitskraft, Gebärfähigkeit und den sexuellen Körper der Frauen in der "Familie"." (1)



Hier gehts zum Audio-Beitrag

1 Für weitere Vertiefung dieser Themen sei noch auf einen ausführlichen Text "Zur Theorie der Geschlechterverhältnisse" von Frigga Haug hingewiesen.

Referenzen:

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